Über mich
Mein Werkzeug
Hier ein Überblick über das Werkzeug, das ich verwende. Der Vorteil an diesem Hobby ist, dass man sich lauter tolles neues Werkzeug kaufen darf.















Über mich persönlich als Retro-Gamer
Ich rede eigentlich nicht so gerne über mich. Die Video-Arcade-Automaten sollen im Vordergrund stehen.
Aber wenn Du alles bis hierher gelesen hast, dann interessiert Dich dieser letzte Teil vielleicht ja auch noch.
Ich bin 1970 in München geboren.
Mein erstes Telespiel war ein Umarex Mark IX, das bekam ich zu Weihnachten 1978. Damit konnte man eigentlich nur PONG spielen.
Im darauffolgenden Jahr folgte ein Atari VCS 2600 Telespiel, das war damals der Marktführer. Darauf konnte man super Space Invaders, Pac-Man und Pitfall spielen.
1983 kaufte ich mir einen Commodore 64 mit 1541 Floppy Drive. Ich lernte BASIC und später Assembler.
1985: Hausdurchsuchung durch die Kripo FFB (das ist eine lange Geschichte).
Neben der Schule arbeitete ich als freier Mitarbeiter des Markt&Technik-Verlags in München für die Zeitschriften "Happy Computer" und "64er".
Am Wochenende und in den Sommerferien arbeitete ich mit meinem Freund Matthias beim Computergeschäft "Seemüller" in der Schillerstraße in München, wo wir Heimcomputer (ZX Spectrum, C64, Atari ST, AMIGA) und die ersten PCs verkauften. Das Geld, das wir dort verdienten, investierten wir sofort wieder in unser Computerhobby.
Auf den C64 folgte ein Atari ST.
Als die ersten Akustikkoppler und Modems aktuell wurden und man begann, sich online auf Mailboxen zu treffen, schrieb ich ein DFÜ-Terminalprogramm für den Atari ST, das im ST-Magazin des Markt&Technik-Verlags veröffentlicht wurde.
Nach dem Atari ST kaufte ich mir meinen ersten Windows-PC.
Leider war trotz aller Nebenjobs das Geld immer knapp, so dass ich jedes Mal, wenn ich mir einen neuen Computer kaufte, gezwungen war, meinen alten zu verkaufen. Daher habe ich kein einziges meiner alten Geräte mehr.
Es folgten Abitur, Bundeswehr (damals herrschte noch Wehrpflicht) und BWL-Studium - natürlich mit Wahlfach Informatik.
Es folgten die ersten Jobs. Endlich Geld verdienen!
Besonders gute Erinnerungen habe ich an meine acht Jahre bei PANASONIC.
Richtig cool waren die darauf folgenden acht Jahre bei DOLBY.
Dann habe ich meine wundervolle Frau getroffen und geheiratet, die erste Doppelhaushälfte gekauft und artig gearbeitet und das Darlehen abbezahlt. Für Computerspiele war wenig Zeit. Der PC war primär ein Arbeitsgerät geworden. Und die modernen Spiele waren fast alle mit Keyboard + Maus (DOOM, Duke Nukem, Age of Empires etc.). Die Arcade Games aus meiner Jugend (Donkey Kong, Pac-Man, Dig Dug etc.), die man mit einem einfachen Joystick spielte, waren längst überholt und in Vergessenheit geraten.
Aber nicht ganz! Es bildete sich eine Retro-Gaming-Szene. Der MAME-Software-Emulator machte es möglich, auf den modernen PCs wieder die originalen Arcade Games aus den 1980er und 1990ern zu spielen. Aber die Steuerung erfolgte über das Keyboard. Das war ziemlich unpraktisch. Wie gesagt: die digitalen Joysticks von früher waren längst in Vergessenheit geraten.
Und dann sah ich ein Video auf YouTube von jemandem, der die eigentlich naheliegende Idee in die Tat umgesetzt hatte, einen PC mit MAME in ein Videoautomatengehäuse einzubauen. Über ein Interface-Board konnte man Joysticks, Trackballs, Spinner und Knöpfe/Buttons an den PC anschließen. Und plötzlich konnte man auf ein und demselben Videospielautomaten nicht nur ein einziges Spiel spielen, sondern alle.
Ich beschloss, mir auch so einen Automaten zu bauen. Auch mit dem Software-Emulator MAME auf einem Windows-PC. Ich lerne gerne neue Sachen. Und was für eine willkommene Gelegenheit, das billige Baumarkt-Werkzeug endlich durch hochwertiges Werkzeug zu ersetzen :-)
Als der MiSTer FPGA erschien, war mir sofort klar, dass das die Zukunft des Retro-Gamings ist. Keine Latenz mehr, wie bei Software-Emulation. Kein Lag. Die originalen Nullen und Einsen auf der (fast) originalen Hardware spielen. Das ist es!
Und auch nicht mehr diese modernen Flachbildschirme, sondern nur noch schöne, hochwertige CRT-Röhrenmonitore, auf denen die alten Arcade-Klassiker in ihrer ganzen Schönheit erstrahlen.
Blöderweise ließ mich die Jagd nach CRTs nicht mehr los und inzwischen habe ich 18 tolle Exemplare angesammelt: SONY PVMs in 20", 27" und 29", einen SONY BVM mit 20", mehrere 28"-Consumer-TVs von SONY, Bang & Olufsen, Panasonic, JVC und von Philips. Alle mit Curved Screen, 50/60 Hz und ohne Video Post Processing (kein Lag). Weil diese Geräte alle schon weit über 20 Jahre alt sind und altern (insb. die Kondensatoren), habe ich mir auch noch ein wenig Know-how im Bereich TV-Reparatur angeeignet. Alle meine CRT-Röhrenmonitore wurden innen und außen gründlich gereinigt, die Geometrie, Konvergenz und die Farben wurden ordentlich eingestellt und wo nötig wurden auch veraltete Kondensatoren ausgetauscht. Manche CRTs habe ich auch gemoddet.
Und die warten jetzt alle darauf, dass sie ein zweites Leben in einem Video-Arcade-Automaten erhalten :-)

Wenn ich das nicht mache, dann spiele ich viel Tennis oder gehe segeln.
Oder meine Frau und ich kochen gemeinsam.
Gelegentlich muss ich natürlich auch noch arbeiten.
Meine Bürojobs habe ich aber an den Nagel gehängt und mich selbständig gemacht.
Das hätte ich schon viel früher machen sollen.
